«Da Capo 2012»
Alle zwei Jahre verwandelt das internationale Straßentheater-Festival «Da Capo!» die Altstadt von Kronberg in eine schillernde Vielfalt großer und kleiner Bühnen. Auf den Plätzen und in den vielen Straßen und Gassen wird gespielt und musiziert, getanzt und gesungen.
Was Sie alles erwartet, haben wir hier zusammengefasst:
The Beez: «Look what they’ve done to my song» (AUS, D, USA)
Die Vier stammen aus verschiedenen Welten, aber sie eint eines: die Liebe zu handgemachter Musik. „Look what they’ve done to my song“ heißt ihr neues Programm, und das stimmt. Denn zum einen servieren sie bekannte Songs mit einer üppigen Prise Beez, zum anderen erklingen jetzt auch Lieder aus ihren Federn.
Knäcke unterwegs (D)
Knäcke ist ein Zeitgenosse, der im ständigen Kampf mit den Tücken des Alltags von einem Missgeschick zum nächsten stolpert. Doch er weiß sich in seiner Not zu helfen und erweckt das Nichts zum Leben. Aus Missgeschicken entwickeln sich kleine Geschichten, und vorübergehende Passanten werden zu Zuschauern – und Mitspielern.
A Glezele Vayn (D, HU)
Die ganze Vielfalt der Musik, virtuos angerichtet auf Akkordeon, Klarinette, Kontrabass sowie diverser Kleinperkussion und liebevoll direkt auf der Straße serviert – das ist A Glezele Vayn. Bitter-herbe bis schwer-liebliche Vayne des Balkans mischen sich mit heimischen Klängen sowie diversen Eigenkompositionen (von blumig bis trocken).
Cie Baladeu’x (B)
Mit ihrem ureigenen Ansatz von Tanztheater, bei dem die Elemente Tanz und Jonglage zu einer ausdrucksstarken künstlerischen Einheit verschmelzen, feiern France Perpête und Toon Schuermans weltweit Erfolge in großen Theaterhäusern. Auf dem «Da Capo!» ist die Compagnie Baladeu'x mit zwei Produktionen vertreten:
«Bal à Balles ... musette»
Im Mittelpunkt steht eine Parkbank. Sie ist Objekt der Begierde, um das sich ein bunter Reigen an Tanz-Choreographien und Jonglagen entspinnt. Zwei Figuren, die sich spielerisch necken und herausfordern, um sich am Ende mit allen Mitteln ihrer Kunst wieder zu versöhnen – poetisch und humorvoll zugleich.
«Rires & Rides»
An einer Schaukel treffen ein energiegeladener Junge und eine in die Jahre gekommene Frau aufeinander. Eine wunderschöne szenische Annäherung beginnt – und beide bekommen auf spielerische Weise ein wenig Einblick in die Welt des anderen. Über alle kulturellen Grenzen hinweg werden die Menschen berührt und verzaubert.
Cia Cebas: «Acorde» (ES)
Das Bühnenbild der Cia Sebas zeigt eine kleine Hütte mit allerlei Flaschenzügen und Werkzeugen an der Wand, mit undichtem Dach und anderen Merkwürdigkeiten – dennoch: Gleichzeitig ist diese Hütte eine Welt aus Holz und Hoffnung, Eisen und Hingabe dieses engagierten und motivierten Bastlers, der nichts wegwerfen kann.
Cie du Mirador: «Isséo!» (B)
Ein umgebauter Anhänger mit integriertem Trapezgerüst dient Ingrid Swaelens und Régis Leroy von der Compagnie du Mirador als beeindruckende Kulisse für einen außergewöhnlichen Pas de Deux. Die alltäglichen Konflikte und spielerischen Neckereien zwischen Mann und Frau werden – größtenteils in schwindelerregender Höhe – ausgetragen.
Duo Saxodeon (D)
Das Kronberger Duo erfüllt die Straßen der Altstadt mit kreativen Klängen. Maria Schaumberg und Niko Lehmeier spielen aus den Sparten Blues, Chansons, Tango und Klezmer bekannte Traditionals mit eigener Interpretation. Sie sammeln auf ihrem Weg Spenden für die Kinder- und Jugendkulturtage am 16. und 17. Juni.
Jordi International (I)
Viele verschiedene Figuren, viele Stellungen, ein Darsteller: Die Gegebenheiten ändern sich, die Menschen ändern sich, der Darsteller ändert sich mit ihnen! Improvisierte, treffende Imitationen durch die „following people“-Technik für Durchgehzonen laden zum Stehenbleiben und Mitlachen ein. Die Zuschauer liefern Jordi die Ideen, werden zu Akteuren, der Zufall spielt Regie.
Max Hirschberg Trio (D)
Max Hirschberg (piano, vocal) spielt bereits seit seinem 13. Lebensjahr mit Blues- und Soul-Bands im ganzen Rhein-Main-Gebiet. Sein Gefühl für Blues- und Boogie-Piano und sein dynamisches Spiel werden durch seine markante Stimme abgerundet. Ihn begleiten Jan Stürmer (guitar, vocal) und Maz Ladewig (drums), wie er selbst Mitglieder bei CreativeSoundsKronberg.
Ne Me Titere Pas: «Circumloqui» (ES)
Der wahrscheinlich kleinste Circus der Welt kommt aus Katalonien. Ne Me Titere Pas genügt ein kleiner Lieferwagen als Fahrzeug – und Bühne. Diese ist zwar klein, aber überbordend ausgestattet: Die Band spielt auf dem Dach, und in der davor liegenden Manege wird Puppentheater mit allerlei poetischen und trashigen Circus-Charakteren dargeboten.
Speed Freakz (D)
Die Speed-Freakz sind eine Breakdance-Crew aus Kronbergs Partnerstadt Ballenstedt, die ihren Ursprung schon vor einiger Zeit hatte. Ihr Ziel ist es, das Lebensgefühl wie auch den Spaß beim Tanzen, den sie einzeln und als Gruppe teilen, anderen Menschen nahezubringen und mit kreativen Shows ihre Liebe zum Tanz auszudrücken, die in jedem von uns steckt.
Stäx rhythm clown (D)
Liebenswürdig und unberechenbar erobert Stäx mit schrägem Charme, asiatischen Riesentrommeln, spontanen Ideen und viel Rhythmusgefühl die Welt. Aus dem Kampf des Clowns mit der Tücke der musikalischen Objekte entwickeln sich überraschende Szenen und virtuose Trommelsoli, bis die Menge rockt und groovt.
Théâtre de la Toupine: «Bestiaire Alpin» (F)
Das Alpentier-Karussell vom Théâtre de la Toupine ist aus Treibholz gebaut, das – von wilden Bächen fortgerissen – an den Ufern des Genfer Sees strandete. Die Karusselltiere sind Wesen, die in den Alpen zu Hause sind. Ein mitreisender Spielmann begleitet mit seiner Musik in die fabelhafte Welt dieses Alpentierkarussells. Und die „Eltern-Antriebs-Wippe“ macht die Alpentier-Karussellfahrt zu einem gemeinsamen Familienerlebnis.
TukkersConnexion: «Orange Frau» (NL)
Diese Stewardess von der TukkersConnexion hat eine merkwürdige Vorstellung von ihren Aufgaben. Ebenso hyperaktiv wie herzlich ist sie unterwegs, folgt Ihrer eigenen Gebrauchsanweisung, betreut die Gäste – und sorgt darüber hinaus für eine rasche und geordnete Evakuierung im Notfall. Aber nur, wenn sie nicht schon mit etwas beschäftigt ist, das ihre ganze Aufmerksamkeit erregt hat...
Vox Musicae: «Abgefahr’n – best of» (D)
Der Rock-Pop-Chor der Sängervereinigung 1861 Oberhöchstadt ist quer durch den Hochtaunuskreis bekannt. Das Programm „Abgefahr’n“ – das im Januar und März als musikalisches Roadmovie zu erleben war – ist nach Vox-Art aufbereitet mit Witz und viel Bewegung.